Mittelalterlich Phantasie Spectaculum: Weil am Rhein
Der Samstag begann mies. Düstere Wolken behangen den Himmel, der Himmel beweinte die Erde - kein guter Start für das Spectaculum in Weil. Trotzdem waren wir aufgebrochen, ausgerüstet mit Langschwertern, und fuhren mithilfe einer Pferdelosen Metallkutsche vor.
Der Markt dünkte mich noch grösser als letztes mal - vielleicht auch nur, weil das letzte mal schon n’ Jahr zurück liegt und die Erinnerungen an Bad Säckingen jünger sind *g* Nun, um etwa 16:00 Uhr sind wir schliesslich angekommen und zogen auf das grasfeuchte Gelände. Nicht lange dauerte, bis die kurze Regenpause wieder endete - und wir erforschten trotz dem Regen den Markt.
Es gab, wie letztes Jahr, das Axtwerfen, Bogenschiessen (Leider nicht mehr der gleiche Schiesstand wie letztes Jahr). Unzählige Kleiderstände, die mir letztes Jahr nicht auffielen, Nahrungsverkäufer und Vielerlei Stände für Geschmeyde und Bewaffnung. Auch der Stand mit den Beerenweinen durfte nicht fehlen - selbstverständlich drank ich nicht viel, dafür aber die Begleitung(en). Kirschwein und Holunderwein - warum nicht?
Eine Freundin kaufte sich schliesslich noch ein entsprechendes Gewand in rot-schwarzer Farbe und es war, ihrer Worte nach, sogar ziemlich bequem.
Unpünktlich um etwa 21:10 begann schliesslich das Traumspektakel - das, neben einem coolen Kugelkünstler gleich noch den ersten Bankraub der Geschichte präsentierte - und das darf man durchaus wörtlich nehmen und sich eine Sitzbank dabei vorstellen. Der Doktor dreier Fakultäten präsentierte wieder den gleichen Hirn-Witz, der ziemlich sexistisch gegen die Frauen war - aber trotzdem lustig. Aber langsam könnte er sich etwas neues einfallen lassen. Das Spektakel auf der Bühne endete schliesslich um etwa 22:30 mit Pyromagie, und nachdem Saltatio Mortis den Abend ausklang, war gut eine halbe Stunde Pause.
Genug Zeit, um den letzten Met zu entkorken und zu trinken. Denn, beinahe pünktlich um 23:00, begann das Spektakel mit Saltatio Mortis. Am Anfang war noch wenig los, dafür aber zeigte das Publikum, je später es wurde, desto mehr Begeisterung. Und, natürlich - die Schweizer waren beim Aufrufen die lautesten. Zuerst Baden, dann Weil - und schliesslich brüllten die Schweizer auf Kommando, sicherlich lauter als Baden und Weil zusammen. *g*
Endgültig brach der Bann beim Lied “Spielmannsschwur”, wo das Publikum angewiesen wurde, den Chorus mitzusingen - derjenigen, der rein mit dem Buchstaben “O” gehalten wird (Saltatio Mortis - Spielmannsschwur, ab 0:47). Unentwegt sang das Publikum mit, mit einer Ausdauer, die einfach… Phantastisch war. Sogar lange nach Ende (Wieder mal mit genialem “Nichts bleibt mehr”) wurde noch gesungen - und wir schlugen den Weg nach Hause ein.
Schweinskram!
Tags: Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, Mittelaltermarkt, Mittelalterrock, Musik, Saltatio Mortis
Juni 10th, 2008 um 08:20
Oooo-oooohooohoooh-ooohooohoooh-oohoohooooohooooh ^_^ Btw - ich bin keine Alkoholikerin ;D